Der Tai-Chi-Gang - einen Fuß aufsetzen, das Gewicht spüren

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Der Tai-Chi-Gang - einen Fuß aufsetzen, das Gewicht spüren

Ein langsamerer Schritt als gewöhnlich, die Aufmerksamkeit unter der Fußsohle: Der Gang des Tai Chi (太極歩, tàijí bù) verwandelt eine alltägliche Bewegung in ein kleines Ritual der Achtsamkeit.

Eine Kunst der Bewegung

Im westlichen Vorstellungsvermögen ruft Tai Chi (太極拳, tàijíquán, „Boxen des höchsten Extrempunkts“) Silhouetten hervor, die langsame Wellen in der morgendlichen Parkluft zeichnen. Was man weniger sieht, ist der Boden unter ihren Füßen. Doch gerade dort spielt sich ein wesentlicher Teil der Praxis ab: das Gehen.

Tai Chi walking, oft einfach bù fǎ (步法, „die Schrittmethode“) genannt, ist eine Übung zur Abstimmung zwischen Körpergewicht, Atmung und Blick. Man geht nirgendwohin. Man macht einen Schritt, hört zu, macht noch einen.

Die Bewegung, Schritt für Schritt

Suchen Sie einen Raum von drei oder vier Metern auf einer ebenen Fläche. Stehen Sie mit schulterbreit gespreizten Füßen, entspannten Schultern, der Scheitelpunkt des Schädels wie an einem Faden aufgehängt.

  • Übertragen. Verlagern Sie langsam das gesamte Gewicht auf das rechte Bein. Das linke wird leicht.
  • Öffnen. Der linke Fuß hebt sich, gleitet nach vorne, zuerst mit der Ferse. Setzen Sie noch kein Gewicht auf.
  • Verankern. Rollen Sie die Fußsohle des linken Fußes zum Boden ab. Spüren Sie, wie die Ferse, dann der Fußgewölbe und schließlich die Zehen den Boden berühren.
  • Kippen. Verlagern Sie allmählich das Gewicht vom rechten auf das linke Bein. Etwa 70 % des Gewichts vorne, 30 % hinten - die klassische Verteilung, genannt gōng bù (弓步, „Schritt des Bogens“).
  • Fortsetzen. Das rechte Bein löst sich, macht seinerseits einen Schritt nach vorne.

Die Atmung bleibt nasal, weit und leise. Ein Schritt kann fünf bis zehn Sekunden dauern - viel länger als beim normalen Gehen.

Der Geist, der begleitet

Es ist nicht die Langsamkeit, die zählt; es ist die Aufmerksamkeit. Traditionell richtet sich der Geist auf den Fuß, der das Gewicht aufnimmt, als ob man den Boden antworten hört.

Die Meister verwenden das Bild der katze, die sich nähert: leise, präzise, bereit. Man sagt auch, dass der Praktizierende „auf dünnem Eis gehen“ sollte - ohne das Gleichgewicht jemals zu brechen.

Ein kurzes, durchführbares Ritual

Fünf Minuten am Morgen, im Pyjama, im Flur. Oder zehn Minuten nach dem Mittagessen, im Garten. Tai Chi walking erfordert weder Kleidung noch Ausrüstung. Es bietet nur eine Verlagerung der Aufmerksamkeit auf das, was normalerweise ohne uns geschieht.

Was man davon erwarten kann

Studien von bescheidener Größe, die in den letzten Jahren insbesondere in der Literatur über Körper-Geist-Praktiken veröffentlicht wurden, beschreiben eine Verbesserung des posturalen Gleichgewichts, des Schlafs und des Gefühls der Ruhe bei älteren Menschen, die regelmäßig Tai Chi praktizieren. Nichts Wunderbares: Aufmerksamkeit, Atem, etwas Stärkung. Das ist schon viel.

Zusätzlich, nicht ersetzend - konsultieren Sie einen Gesundheitsdienstleister, wenn Sie Probleme mit dem Gleichgewicht oder dem Schlaf haben.

Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.

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Liang WeiKünste Asiens & Lebensart
Passeur der Künste Asiens: Tee, Qi Gong, Kalligraphie, Feng Shui, Gärten.
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