Klänge & Musiktherapie just nowZu Lesezeichen hinzufügen

Kein Bedarf an einer Schale, einer Glocke oder Kopfhörern. Summen mit geschlossenen Lippen - das *Humming* - ist das einfachste aller Klangrituale: Man spürt die Vibration in der Brust, im Schädel, in den Händen, die auf den Wangen liegen, und der Körper beruhigt sich bereits.
Es gibt ein Instrument, das jeder besitzt, das man jederzeit herausholen kann, das keinen störenden Lärm macht und nichts kostet: die eigene Stimme, Mund geschlossen. Summen - das, was die Anglo-Saxons humming nennen - ist wahrscheinlich die kürzeste, diskreteste und universellste Klanghandlung.
Man tut es gedankenlos beim Kochen, beim Gehen, beim Wiegen eines Kindes. Man kann es auch absichtlich tun, ein paar Minuten lang, wie man eine kleine, aufmerksame Atmung machen würde. Was dabei herauskommt, ist nichts Spektakuläres; es ist sanft, ein wenig einhüllend, oft beruhigend.
Schließen Sie den Mund, lassen Sie die Lippen sich berühren, ohne sie zusammenzupressen, und lassen Sie einen tiefen Klang aufsteigen, ohne besondere Melodie - mmmmm, als ob Sie etwas billigen würden. Halten Sie den Klang während des gesamten Ausatmens. Atmen Sie ruhig ein. Wiederholen Sie.
Nach zwei oder drei Zyklen spürt man:
Es ist dieses Gefühl - die Tatsache, den Klang in seinem eigenen Körper zu spüren - das den Summen vom Hören einer Musik unterscheidet. Man steht nicht vor dem Klang; man ist darin.
Im Hatha-Yoga, wie es im Haṭha Yoga Pradīpikā (einem Text des 15. Jahrhunderts, der Svātmārāma zugeschrieben wird) beschrieben wird, findet man eine sehr ähnliche Übung: das Bhramari Prāṇāyāma (भ्रामरी प्राणायाम, Atem des Brummens). Die Idee ist die gleiche - ein kontinuierliches Summen beim Ausatmen, oft mit den Ohren sanft verschlossen, um die innere Resonanz zu verstärken. Das Bhramari wird in der Tradition als eine Übung für Ruhe und Sammlung vorgestellt.
Es ist wichtig, diesen alten Verwandten des Summens nicht mit einer medizinischen Therapie zu verwechseln. Die klassischen Texte beschreiben es als ein Mittel, den Geist vor der Meditation zu beruhigen; sie machen es nicht zu einem Heilmittel für Krankheiten. Es ist eine Praxis des Wohlbefindens, schlicht und einfach, und das ist schon viel.
Man liest manchmal, dass das Summen 'den nasalen Stickstoffmonoxid erhöht', 'die Herzfrequenzvariabilität verbessert', usw. Einige Pilotstudien existieren, oft an sehr kleinen Stichproben; die Ergebnisse sind interessant, aber weit davon entfernt, einen Konsens zu bilden. Indem man ehrlich bleibt, kann man sagen, dass das Summen viele Menschen, die es praktizieren, beruhigt und entspannt - und die medizinischen Behauptungen der Medizin überlassen.
Hier ist eine sehr einfache Art, es zu tun, wie man einen Kräutertee trinkt:
Alles dauert drei Minuten. Man kann es morgens vor dem Öffnen des Computers, am Abend vor dem Abendessen oder als Vorbereitung auf eine längere Meditation machen.
Was schön ist am Summen, ist, dass es nichts verlangt: weder Material, noch Raum, noch Musik. Es erinnert daran, dass die erste Vibration, die uns beruhigen kann, wir sie bereits herstellen - im Hals, in der Brust, im Schädel, jedes Mal, wenn wir beim Kochen unbewusst singen.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.
Univers sonore — écoute, vibration, rituels