Atmung & Meditation 50 min agoZu Lesezeichen hinzufügen

Wenn der Tag aus den Fugen gerät und der Kopf schnell davonläuft, gibt es eine sehr einfache Praxis, die hilft, wieder im Körper anzukommen: eine fünfminütige geführte Verankerung, die im Sitzen und mit halb geschlossenen Augen durchgeführt wird.
Viele Meditationen werden mit geschlossenen Augen durchgeführt. Es gibt aber auch einfachere, die einen sanften Blick verwenden - die Augenlider leicht geöffnet, der Blick ohne Absicht gerichtet, ein bisschen wie beim Betrachten eines Kaminfeuers, ohne es zu fixieren. Diese Form der erweiterten Aufmerksamkeit entspannt die Gesichtsmuskeln und lässt Raum für die Außenwelt: Sie eignet sich für diejenigen, die das Schließen der Augen unangenehm finden oder die Schwindel verspüren, wenn der Geist zu sehr aktiv ist.
Dies ist die Praxis, die man in der zeitgenössischen Tradition der Achtsamkeit Soft-Gaze-Meditation nennt - eine sanfte Verankerung, ohne die Tür zur Außenwelt vollständig zu schließen.
Sich hinsetzen. Sitzen auf einem Stuhl, beide Füße fest auf dem Boden, oder im Schneidersitz auf einem Kissen - die Haltung ist egal, solange die Wirbelsäule frei und aufrecht bleibt. Die Hände auf den Oberschenkeln, Handflächen nach unten.
Den Blick richten. Die Augenlider leicht senken, ohne sie zu schließen. Der Blick fällt natürlich etwa einen Meter vor sich auf den Boden. Man fixiert nichts: Man lässt das Licht herein, ohne die Details zu erkennen. Das Gesicht entspannt sich.
Die Stützpunkte spüren. Drei langsame Atemzüge nehmen. Bei jedem Ausatmen die Füße am Boden spüren - ihr Gewicht, ihre Temperatur, ihren Kontakt mit dem Schuh oder dem Fliesenboden. Auch die Gesäßbacken auf dem Sitz, die Hände auf den Oberschenkeln spüren. Das ist die Verankerung: dem Körper erinnern, dass er hier ist.
Erweitern. Ohne die Augen zu bewegen, versuchen, gleichzeitig zu spüren: die Füße, das Gewicht auf dem Sitz, den Rhythmus des Atems, der durch die Nase ein- und ausströmt. Drei Dinge gleichzeitig. Wenn ein Gedanke kommt - er wird kommen - ihn ohne Bewertung erkennen, dann sanft zum Trio Füße/Sitz/Atem zurückkehren.
Beenden. Nach einigen Minuten einen tieferen Atemzug nehmen, die Augen einen Moment schließen, die Ruhe spüren, dann sie sanft wieder öffnen.
Die Verankerung soll nicht dazu führen, dass die Gedanken verschwinden: Es ist ein sanftes Training, um zurückzukehren. Die Gedanken kommen zurück, die Aufmerksamkeit geht wieder los, man erinnert den Körper - das ist die ganze Praxis. Die Regelmäßigkeit zählt mehr als die Dauer: fünf Minuten pro Tag über mehrere Wochen verändern mehr als eine außergewöhnliche Stunde.
Die Verankerungsmeditation ist eine Wohlfühlpraxis, ein sanftes Training der Aufmerksamkeit. Sie ist keine medizinische Behandlung: bei einem sehr aktiven Geist, anhaltender Angst oder bestehenden Schlafstörungen kommt sie ergänzend - niemals ersetzend - zu einer Begleitung durch einen Gesundheitsdienstleister.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.
Souffle au quotidien — respirations, méditations, sommeil