Taoistische Meditation - sich den bereits in einem vorhandenen Rhythmen anpassen

In dieser Reihe : Cheminement taoïste — mouvement et souffle· Schritt 2/2

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Taoistische Meditation - sich den bereits in einem vorhandenen Rhythmen anpassen

Fern davon, « Leere zu schaffen », arbeitet die taoistische Meditation (道家静坐, *dàojiā jìngzuò*) mit dem Atem und der Energie, die der Körper bereits trägt. Ein sitzender Schritt, ergänzend zum Gehen des Tai Chi.

Eine andere Herangehensweise an die Stille

In der westlichen Welt denkt man bei dem Wort „Meditation“ oft an Leere schaffen, an das Schweigen der Gedanken, als würde man eine Lampe ausschalten. Die taoistische Tradition geht anders vor. Sie versucht nicht, das zu löschen, was den Geist durchzieht: Sie beobachtet, begleitet und lässt es wieder herabsinken. Der klassische Begriff ist 道家静坐 (dàojiā jìngzuò, wörtlich „sich ruhig hinsetzen der Taoisten“), und diese Praxis wird als eine geduldige Lebensart, ein täglicher Begleiter - niemals als ein Heilmittel - betrachtet.

Was sie auszeichnet, ist ihre Absicht: Statt Ruhe zu erzwingen, stimmt sie sich auf Rhythmen ab, die bereits im Körper vorhanden sind. Die Atmung, die Zirkulation, die Wärme der Hände. Man fügt nichts hinzu; man hört besser zu.

Die Geste, Schritt für Schritt

Hier ist ein einfacher Einstieg, abgeleitet von den Hinweisen, die in den Tempeln der Wudang-Berge weitergegeben werden, wo diese Praxis noch heute gelehrt wird:

  1. Sich hinsetzen - auf einen Stuhl oder im Schneidersitz, das ist egal. Der Rücken gerade, aber nicht steif, wie ein Faden, der vom Scheitelpunkt des Schädels gespannt wird. Die Hände flach auf den Oberschenkeln oder schalenförmig ineinandergelegt auf Höhe des Unterbauches, wobei sich die Daumen sanft berühren.
  2. Das Gewicht spüren - ein paar Sekunden, um dem Körper zu erlauben, seinen Sitz zu finden. Die Kontaktpunkte spüren: die Gesäßmuskeln, die Füße, die Hände.
  3. Den Atem kommen lassen - ohne ihn zu regulieren. Einfach bemerken, dass er eintritt, dass er austritt, dass er jedes Mal ein wenig tiefer in den Bauch hinabsteigt.
  4. Die Aufmerksamkeit im dāntián (丹田) platzieren - der Punkt, der drei Fingerbreit unter dem Nabel, etwas nach innen, gelegen ist. Nur in Gedanken: Man „plaziert“ die Aufmerksamkeit dort, wie man eine Hand platzieren würde. Es ist das untere energetische Zentrum der taoistischen Tradition, jenes, wo der Atem Zuflucht findet.
  5. Dort bleiben für zehn Minuten - zehn Minuten sind schon viel, um anzufangen. Man kann später länger bleiben.

Wenn ein Gedanke aufkommt - und er kommt auf -, vertreibt man ihn nicht. Man begrüßt ihn, wie eine Wolke, die vorbeizieht, und kehrt zum Bauch zurück. Das ist alles.

Was die Tradition sagt, was die Wissenschaft sagt

Die taoistische Meditation gehört zur gleichen Familie wie Qi Gong und Tai Chi: drei verwandte Praktiken, die in denselben Bergen entstanden sind und sich ergänzen. Qi Gong setzt den Atem in Bewegung, Tai Chi setzt ihn in Gang, die sitzende Meditation lässt ihn sich niederlegen. Die Taoisten sprechen von einem einzigen Prinzip - 气 (, Lebensenergie) - das diese drei Formen durchzieht.

Wissenschaftlich gesehen (alle Traditionen zusammengenommen) wird die Meditation in zahlreichen Studien zum Stress und Schlaf untersucht, mit im Allgemeinen ermutigenden, aber je nach Protokoll variablen Ergebnissen. Dennoch, in der Tradition, die uns heute beschäftigt, setzt man sich nicht hin, um ein messbares Ergebnis zu erzielen. Man setzt sich hin, um da zu sein, einen Moment lang, mit sich selbst.

Ein Begleiter, keine Behandlung

Bei Fragen zu Angst, Schlafstörungen, Grübeln - immer in Ergänzung zu einer Begleitung, niemals als Ersatz. Wenn Sie eine schwere Phase durchmachen, konsultieren Sie einen Gesundheitsdienstleister. Die sitzende Praxis kann begleiten, aber sie kann nicht heilen.

Aber sie kann, auf Dauer, zehn Minuten pro Tag bieten, in denen man nicht unter Druck ist, in denen man nichts erwartet, in denen man einfach nur im eigenen Atem sitzt. Das ist schon viel.

Im Rahmen des taoistischen Weges, den wir hier Nummer für Nummer erkunden, verlängert diese sitzende Meditation den Gang des Tai Chi und die Gesten des Qi Gong: drei Möglichkeiten, dem Körper zu erlauben, sich daran zu erinnern, dass er atmen kann.

Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.

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Liang WeiKünste Asiens & Lebensart
Passeur der Künste Asiens: Tee, Qi Gong, Kalligraphie, Feng Shui, Gärten.
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