Künste AsiensNur für Abonnenten 2 h agoZu Lesezeichen hinzufügen

Die Kunst, sich langsam zu bewegen, ist kein poetisches Placebo: Studien dokumentieren messbare Auswirkungen auf Stress und Gleichgewicht. Was gut belegt ist, was weniger.
Der Tài Jí Quán (太极拳), „Boxen des höchsten Gipfels“, hat seine Wurzeln in den inneren chinesischen Traditionen, in Verbindung mit den Wudang-Bergen (Hubei) und der Chen-Linie aus Henan (Zentral-Nord). Er wurde ab dem 17. Jahrhundert um die Familie Chen herum formalisiert. Lange Zeit eine interne Kampfkunst, die nur Eingeweihten vorbehalten war, wurde er im 20. Jahrhundert in China demokratisiert, insbesondere durch den Tai Chi-Stil Yang, Form der 24 Bewegungen, der 1956 für den Massenunterricht standardisiert wurde. Es ist diese Form, die man heute oft in den Parks - von Shanghai bis Paris - sieht.
Seit den 2000er Jahren wird er zunehmend wissenschaftlich untersucht, insbesondere in den USA (Harvard Medical School) und in China, aufgrund seiner Auswirkungen auf das Gleichgewicht, die Angst und chronischen Stress. Der wichtige Punkt: Es geht um Wohlbefinden und Prävention, nie um medizinische Behandlung.
Mit anderen Worten: Wir haben eine sanfte Praxis, deren Vorteile weder ein Wunder noch eine Anekdote sind. Sie verdient es, als das präsentiert zu werden, was sie ist - eine Bewegungskunst, die beruhigt - ohne sie als Behandlung zu betrachten.
Füße parallel, hüftbreit. Verlagern Sie das gesamte Gewicht auf das rechte Bein, dann setzen Sie den linken Fuß langsam zuerst mit der Ferse vor, sehr langsam. Setzen Sie ihn ab, verlagern Sie das Gewicht. Fünf Minuten reichen aus, um die Textur eines Tages zu verändern.
Stehend, Hände vor dem Bauch, Handflächen zu sich. Beim Einatmen entfernen sie sich langsam auf Schulterbreite; beim Ausatmen schließen sie sich. Zehn Zyklen.
Die Arme gehen beim Einatmen auseinander, beim Ausatmen schließen sie sich. Drei Mal.
Tai Chi beruhigt nicht, weil es „energetisch“ im esoterischen Sinne wäre, sondern weil es langsame Atmung, Körperbewusstsein und progressive posturale Belastung kombiniert - drei Hebel, deren Wirkung auf das Nervensystem heute bekannt ist. Seine Stärke liegt in der geduldigen Wiederholung: Zehn Minuten pro Tag sind besser als eine Stunde pro Woche.
Zusätzlich, nicht ersetzend - konsultieren Sie einen Gesundheitsdienstleister.
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Cheminement taoïste — mouvement et souffle