Yamaguchi - das « Kyoto des Westens », zwischen Ästuaren, Torii und vergessenen Heiligtümern

In dieser Reihe : Japon — art de vivre et gestes saisonniers· Schritt 4/4

Künste Asiens 1 h agoZu Lesezeichen hinzufügen

Yamaguchi - das « Kyoto des Westens », zwischen Ästuaren, Torii und vergessenen Heiligtümern
Saigen Jiro · Wikimedia Commons · CC0

Zweiter Teil der Reise nach Chûgoku: Yamaguchi (山口県), eine südliche Präfektur, in der man ein langsameres, maritimes, fast geheimes Japan findet.

Kontext

Manchmal wird Yamaguchi als das "Kyoto des Westens" (西の京, Nishi no Kyō) bezeichnet, in Erinnerung an seine mittelalterliche Pracht des 15. Jahrhunderts, als der Ōuchi-Clan dort Tempel und Pagoden im Stil der Kaiserstadt errichtete. Heute bietet die Präfektur - zwischen der Seto-Inlandsee im Süden und dem Japanischen Meer im Norden gelegen - mehr als nur die Menschenmengen des Kansai: leere Flussmündungen, in Hügeln versteckte Heiligtümer, Küstenküche und ein Rhythmus, der noch nicht kapituliert hat.

Drei Zugänge

1. Yamaguchi-Stadt und die fünfstöckige Pagode von Rurikō-ji

Im Herzen der Stadt beherbergt der Tempel Rurikō-ji (瑠璃光寺) eine der drei schönsten fünfstöckigen Pagoden Japans, die seit dem 15. Jahrhundert steht. Im Gegensatz zu den Denkmälern von Kyoto kann man sie oft in fast völliger Stille umrunden. Die Farbe des Holzes, vom Wetter gezeichnet, harmoniert mit dem Moos und den umliegenden Ahornbäumen - purer Wabi-Sabi.

2. Motonosumi Inari - die Torii am Rande der Welt

An der Nordwestküste reihen sich im Motonosumi Inari-Schrein (元乃隅稲成神社) 123 rote Torii aneinander, die einen Felsen hinab bis zum Meer führen. Am höchsten Torii befindet sich eine kleine Opferbox: Wenn es Ihnen gelingt, eine Münze hineinzuwerfen, wird Ihr Wunsch - so die Tradition - in Erfüllung gehen. Der Ort wird regelmäßig in internationalen Auswahllisten der fotogensten Orte Japans aufgeführt. Achtung vor starken Winden.

3. Hagi und das Land des sanften Feuers

Im Westen bewahrt die kleine Burgstadt Hagi (萩) fast unversehrt ihre Viertel ehemaliger Samurai - hohe weiße Mauern, erdige Straßen, Orangenbäume in den Gärten. Hagi ist auch berühmt für seine Hagi-yaki-Keramik (萩焼), mit beige-rosa Glasuren, die "atmen": Ihr Email rissigt und färbt sich sanft mit dem Tee, ein Geschenk der Zeit.

Die Atmosphäre

Was in Yamaguchi auffällt, ist das Licht: weicher als in Tokio, von Meeresnebel durchdrungen, weniger blau als das von Kyushu. Die Regionalbahnhöfe sind leer, die Züge langsam (nur eine Strecke, oft), die Tempel offen. Man reist wie man geht - ohne Eile, ohne zu präzisen Plan.

Praktische Hinweise

  • Von Hiroshima aus: 40 Minuten mit dem Shinkansen bis Shin-Yamaguchi.
  • Saisons: Der Frühling (April, Glyzinien von Rurikō-ji) und der Herbst (Ahornbäume, November) sind unübertroffen. Der Sommer ist sehr heiß und feucht.
  • Mindestens zwei Tage für einen kurzen Besuch von Yamaguchi + Hagi.

Fortsetzung folgt: Dritte Etappe der Reise durch Chûgoku - Shimane und die Geheimnisse von Izumo.

Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.

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Liang WeiKünste Asiens & Lebensart
Passeur der Künste Asiens: Tee, Qi Gong, Kalligraphie, Feng Shui, Gärten.
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