Künste Asiens 15 h agoZu Lesezeichen hinzufügen

Fern davon, « Leere zu schaffen », arbeitet die taoistische Meditation (道家静坐, *dàojiā jìngzuò*) mit dem Atem und der Energie, die der Körper bereits trägt. Ein sitzender Schritt, ergänzend zum Gehen des Tai Chi.
In der westlichen Welt denkt man bei dem Wort „Meditation“ oft an Leere schaffen, an das Schweigen der Gedanken, als würde man eine Lampe ausschalten. Die taoistische Tradition geht anders vor. Sie versucht nicht, das zu löschen, was den Geist durchzieht: Sie beobachtet, begleitet und lässt es wieder herabsinken. Der klassische Begriff ist 道家静坐 (dàojiā jìngzuò, wörtlich „sich ruhig hinsetzen der Taoisten“), und diese Praxis wird als eine geduldige Lebensart, ein täglicher Begleiter - niemals als ein Heilmittel - betrachtet.
Was sie auszeichnet, ist ihre Absicht: Statt Ruhe zu erzwingen, stimmt sie sich auf Rhythmen ab, die bereits im Körper vorhanden sind. Die Atmung, die Zirkulation, die Wärme der Hände. Man fügt nichts hinzu; man hört besser zu.
Hier ist ein einfacher Einstieg, abgeleitet von den Hinweisen, die in den Tempeln der Wudang-Berge weitergegeben werden, wo diese Praxis noch heute gelehrt wird:
Wenn ein Gedanke aufkommt - und er kommt auf -, vertreibt man ihn nicht. Man begrüßt ihn, wie eine Wolke, die vorbeizieht, und kehrt zum Bauch zurück. Das ist alles.
Die taoistische Meditation gehört zur gleichen Familie wie Qi Gong und Tai Chi: drei verwandte Praktiken, die in denselben Bergen entstanden sind und sich ergänzen. Qi Gong setzt den Atem in Bewegung, Tai Chi setzt ihn in Gang, die sitzende Meditation lässt ihn sich niederlegen. Die Taoisten sprechen von einem einzigen Prinzip - 气 (qì, Lebensenergie) - das diese drei Formen durchzieht.
Wissenschaftlich gesehen (alle Traditionen zusammengenommen) wird die Meditation in zahlreichen Studien zum Stress und Schlaf untersucht, mit im Allgemeinen ermutigenden, aber je nach Protokoll variablen Ergebnissen. Dennoch, in der Tradition, die uns heute beschäftigt, setzt man sich nicht hin, um ein messbares Ergebnis zu erzielen. Man setzt sich hin, um da zu sein, einen Moment lang, mit sich selbst.
Bei Fragen zu Angst, Schlafstörungen, Grübeln - immer in Ergänzung zu einer Begleitung, niemals als Ersatz. Wenn Sie eine schwere Phase durchmachen, konsultieren Sie einen Gesundheitsdienstleister. Die sitzende Praxis kann begleiten, aber sie kann nicht heilen.
Aber sie kann, auf Dauer, zehn Minuten pro Tag bieten, in denen man nicht unter Druck ist, in denen man nichts erwartet, in denen man einfach nur im eigenen Atem sitzt. Das ist schon viel.
Im Rahmen des taoistischen Weges, den wir hier Nummer für Nummer erkunden, verlängert diese sitzende Meditation den Gang des Tai Chi und die Gesten des Qi Gong: drei Möglichkeiten, dem Körper zu erlauben, sich daran zu erinnern, dass er atmen kann.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.
Cheminement taoïste — mouvement et souffle