Natur & Jahreszeiten yesterdayZu Lesezeichen hinzufügen

Eine einfache Mischung aus zwei einjährigen Blumen, die von Juni bis September die blaue und gelbe Linie hält. Ein Beet, das man einmal säht, das man leben lässt und das die Hummeln anzieht.
Nach der Phazelia, diesem lila Kissen, das die Bienen mitten im Sommer begrüßt, widmet sich der Garten der Jahreszeiten in diesem Monat einer anderen, noch rustikaleren Mischung. Nur zwei Blumen - der Kornblume (Centaurea cyanus) und der Ringelblume (Calendula officinalis) - aber die, wenn sie zusammen ausgesät werden, drei volle Monate Farbe geben, fast ohne Eingreifen.
Die Kornblume, dieser alte Begleiter der Weizenfelder, hat in den letzten Jahren die Farbe einer Erinnerung angenommen. Man nannte sie früher „Barbier“, und sie trug das tiefe Blau von ausgewaschenem Stoff, das nur noch in der Malerei existiert. Die Ringelblume hingegen hat ein helleres Orange, fast elektrisch, fröhlich sonnig. Zusammen zeichnen sie eine blaue und goldene Linie in das Grün der Gräser - ein Kontrast, den die Augen nicht müde werden zu betrachten.
Das ist die Art von Ecke, die man nicht bearbeitet. Man sät, man schaut, man hört.
Die Aussaat erfolgt im März-April, sobald sich der Boden erwärmt und die Gefahr von Nachtfrost vorüber ist. Oder Ende des Sommers, August-September, für eine frühe Blüte im folgenden Jahr.
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Die Handlung:
Und dann geht man. Drei Wochen später kommt man zurück, um zu sehen, ob es wächst. Es gibt nichts anderes zu tun.
Gegen Juni brechen die ersten Blüten durch. Die Ringelblume startet schneller, sie eröffnet den Reigen in Gelb. Die Kornblume folgt, höher auf ihrem dünnen Stiel, und wiegt sich im Wind. Gegen Juli treffen sich die beiden: Das Gelb steigt auf die Höhe des Blaus, und das Quadrat nimmt diese Doppelnote an, die kein Maler je wirklich festgehalten hat. Das hält bis zu den ersten kühlen Regenfällen Ende September, manchmal sogar Oktober im Süden.
Die ganze Zeit über summt die Wiese. Die Hummeln suchen den Pollen an der Basis der Kornblumenblüten, die Honigbienen bevorzugen die Ringelblumen, die offener und leichter zu bestäuben sind. Es gibt auch Schwebfliegen, diese kleinen Fliegen, die sich als Wespen verkleiden und dem Garten gut tun, indem sie Blattläuse fressen.
Und dann gibt es uns. Eine Bank in der Nähe, eine Tasse Kaffee, die mit beiden Händen gehalten wird, und fünf Minuten, die zu zwanzig werden, ohne dass wir es merken.
Diese Begegnung zwischen Kornblume und Ringelblume ist nicht zufällig. Die beiden Pflanzen wuchsen zusammen in den alten Ernten - die Kornblume begleitete den Weizen, die Ringelblume die Gemüsekulturen und die Dorfgärten. Man fand sie in denselben Kräuterbüchern, denselben Gläsern mit getrockneten Blumen. Diese beiden heute zusammen zu säen, bedeutet, ohne nachzudenken, ein kleines Stück Land aus dem 19. Jahrhundert wiederherzustellen. Eine Ecke des pflanzlichen Gedächtnisses.
Und für einen Garten, der Wasser spart - die beiden Arten sind sparsam, einmal angesiedelt begnügen sie sich mit dem natürlichen Regen - ist das eine Geste, die in den kommenden Sommern genau richtig ist.
Wenn die Blüten welken und ihre kleinen schwarzen Samen fallen, kann man:
Nichts geht verloren. Nichts wird weggeworfen. Vielleicht ist das am Ende das Versprechen eines Gartens, der den Jahreszeiten folgt: eine Handvoll Samen und drei Monate Blau und Gold, die kommen.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.
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