Remèdes & Pflanzen 21 h agoZu Lesezeichen hinzufügen

Am Rande der Wege bleibt eine bescheidene Hülsenfrucht mit gelb-orangen Blüten fast unbemerkt. Der Hornklee (Lotus corniculatus) trägt jedoch im Gedächtnis der Kräuterkenner einen sanften Ruf: den, den Schlaf zu begleiten und die Nervosität am Abend zu beruhigen.
Es gibt Pflanzen, die man hundertmal sieht, bevor man sie wirklich wahrnimmt. Dazu gehört der Hornklee, Lotus corniculatus für die Wissenschaftler: eine kleine, kriechende Hülsenfrucht mit gelb-orangen Blüten, die kronenförmig gruppiert sind, und dünnen, spitzen Hülsen wie Mini-Hörner - daher sein Name, corniculatus. Er bedeckt die Ränder der Wege, trockene Wiesen, Böschungen. Man tritt darauf, ohne darüber nachzudenken.
In den europäischen Kräuterbüchern wird sie jedoch seit langem unter den Pflanzen des Ruhes und der gereizten Nerven aufgeführt. Nicht als ein brutales Schlafmittel, sondern als eine diskrete Abendfreundin - von denen man einlädt, mit der Kamille oder Melisse an den Tisch zu kommen.
Der Hornklee wird traditionell zu den sogenannten "beruhigenden und sanften sedierenden Pflanzen" gezählt. Ihm wird eine beruhigende Wirkung auf nervöse Unruhe, diffuse Angstzustände und leichte Einschlafstörungen zugeschrieben - diese Abende, an denen man sich im Bett ohne besonderen Grund hin und her wälzt. Man findet ihn in bestimmten Abend-Tee-Synergien neben der Weißdorn, der Passionsblume oder der Linde.
Achtung jedoch: Die Pflanze enthält kleine Mengen an cyanogenen Glykosiden, besonders in den älteren Teilen. Deshalb bevorzugt man die frisch gepflückten oder vorsichtig getrockneten Blütenstände und überschreitet nicht die üblichen Dosierungen.
Man kann ihn mit Melisse (Zitronenduft) oder einigen Lindenblüten für eine rundere Mischung kombinieren.
Wie jede Pflanze, die cyanogene Verbindungen enthält, vermeidet man Übertreibungen und sehr lange Kurse. Sie wird während der Schwangerschaft, Stillzeit und bei kleinen Kindern nicht empfohlen. Bei medizinischer Behandlung, insbesondere sedierend oder anxiolytisch, fragt man seinen Apotheker oder Arzt.
Und vor allem: Der Tee ist ein Abendritual, eine Einladung, langsamer zu werden. Er begleitet, er tröstet. Als Ergänzung, nicht als Ersatz - bei dauerhaft gestörtem Schlaf, konsultieren Sie einen Gesundheitsdienstleister.
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